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Ehrenvorsitzender Rudolf Ernst am 04.08.2005 verstorben
Gründer vom Heimatverein Postalia wurde 94 Jahre alt
Langenfeld. Die Chorgemeinschaft Langenfeld 1875 trauert um den Tod des ältesten
Sangesbruders Rudolf Ernst, der nach kurzer Krankheit im Alter von 94 Jahren
verstarb. Er hat über 25 Jahre dem Chor die Treue gehalten hat. „Wir verlieren
in ihm einen eifrigen Sänger, der wenn möglich, keine wöchentliche Chorprobe
versäumte. Er war mit Leib und Seele Sänger. Nicht vergessen sind uns die vielen
Gedichte, die er bei allen Chorfesten immer wieder, immer ohne schriftliches
Konzept, zur Erheiterung der Chorgemeinschaft bis ins hohe Alter vortrug”,
erklärte Vorsitzender Siegfried Spitz.
Rudolf Ernst, von Beruf Postbeamter, war auch dem heimatlichen Brauchtum sehr zugetan. Er gründete den Heimatverein Postalia, der in diesem Jahr das 33-jährige Jubiläum feiert und organisierte viele Jahre die Karnevalsfeier der Mitarbeiter der damaligen Postämter von Langenfeld. Gefeiert wurde in der Pakethalle. Rudolf Ernst, der erste Vorsitzende des Heimatvereins von 1972 bis 1988, verstand es immer wieder die Mitglieder zu motivieren. Für seine Verdienste ernannte ihn der Verein zum „Ehrenvorsitzenden” und zeichnete ihn mit der „Ehrennadel der Postalia aus. Als Mitglied der Kutschergarde war er deren „Ehrenkutscher” und trug zu allen Anlässen die posthistorische Uniform eines Beamten der kaiserlichen Post von 1900.
1996 wurde er mit dem „Goldenen Verdienstorden des Festkomitee Langenfelder Karnevals” geehrt. „Er war bis zu seinem Tode am vergangenen Donnerstag, aktives Mitglied der Postalia und sehr beliebt. So werden seine humorvollen Gedichte immer in Erinnerung bleiben”, erklärte Vorsitzender Heinz Schäfer. Rudolf Ernst wurde am 12. April 1911 in Malchow in Mecklenburg geboren. Nach der Schulzeit machte er eine Lehre als Schreiner und legte später die Meisterprüfung ab. Vor Beginn des 2. Weltkrieges kam er zur Polizei nach Hamburg und wurde später Berufssoldat bei der Wehrmacht. 1955 kam er zur Post nach Langenfeld. Er wurde Personalratsvorsitzender und 1974 Betriebsinspektor. 1976 ging er in den Ruhestand. Im Kegelclub „Posthörnchen” war er bis März dieses Jahres Kassenwart.
Postler, Postalianer und Chormitglieder begleiten Rudolf Ernst auf seinem letzten Weg, und nehmen an der Trauerfeier am 11. August teil. rp
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Postalia-Urgestein Rudolf Ernst (94) ist tot
LANGENFELD (paa) Der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Postalia, Rudolf Ernst, ist tot. Er starb im Alter von 94 Jahren nach kurzer Krankheit.
Ernst wurde am 12. April 1911 in Malchow in Mecklenburg geboren, als Kaiser Wilhelm noch regierte. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Schreiner und machte die Meisterprüfung. Er wechselte seinen Beruf und ging vor Beginn des zweiten Weltkrieges zur Polizei, später zur Wehrmacht als Berufssoldat. 1955 trat Ernst den Dienst beim Postamt in Langenfeld an. Er versah den Posten eines Personalratsvorsitzenden und wurde 1974 Betriebsinspektor.
Bei der Post brachte die Frohnatur einst das närrische Brauchtum in Schwung. Mit seinen Mitarbeitern organisierte Ernst Sitzungen, zunächst in der Pakethalle des Postamtes am Berliner Platz. Diese Veranstaltungen hatten von Anbeginn, dank Ernsts Geschick, einen guten Klang. Vor 33 Jahren entstand daraus der Heimatverein Postalia, der in diesem Jahr das närrische Jubiläum 3x11 Jahre Heimatverein feiert. Ernst war bis zuletzt immer dabei und trat in der Uniform der "Kaiserlichen Post von 1900" auf.
Von 1972 bis 1988 war Rudolf Ernst Vorsitzender. Für seine Verdienste um das heimatliche Brauchtum wurde er zum "Ehrenvorsitzenden" ernannt und mit der „goldenen Ehrennadel der Postalia” ausgezeichnet. Das Festkomitee Langenfelder Karneval ehrte ihn 1996 mit dem goldenen Verdienstorden. Die Kutschergarde, vom Jubilar mit ins Leben gerufen, ernannte ihn zum „Ehrenkutscher”.
Die Langenfelder Chorgemeinschaft trauert um ihren „Alterspräsidenten”. 25 Jahre lang war er dem Chorgesang treu und fehlte bei keiner Probe. „Er war ein Sänger mit Leib und Seele, auf den immer Verlass war. Wir haben uns immer gefreut, wenn er bei Feiern humorvolle Gedichte vortrug und das ohne schriftliches Konzept”, erklärte der Vorsitzende Siegfried Spitz.
(Info Die Trauerfeier in der Lukaskirche in Richrath ist am 11. August, 14 Uhr; danach wird Ernst auf dem Friedhof Auf dem Sändchen beigesetzt.)
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† Erinnerung an Rudolf Ernst †
Am 4. August verstarb im Alter von 94 Jahren unser Ehrenvorsitzender und
Ehrenkutscher Rudolf Ernst nach kurzer Krankheit im Richrather Krankenhaus.
Im Rahmen der Trauerfeier in der Lukas-Kirche in Richrath nahmen Angehörige und Freude von Rudolf Abschied. Gestaltet wurde die Trauerfeier von Pfarrer Bicker - der in sehr persönlichen Worten auf den Lebensweg von Rudolf einging – und von der Chorgemeinschaft Langenfeld von 1875, deren Mitglied Rudolf war. Zahlreiche Postalia-Freunde und die Kutschergarde in ihren posthistorischen Uniformen begleiteten Rudolf zu seiner letzten Ruhestätte.
Rudolf Ernst hat vor 33 Jahren unseren Verein mit gegründet. Sein feiner Humor und sein verbindliches Wesen waren bei ihm besonders ausgeprägt. Seine Ziele hat er auf diese Weise in der Regel erreicht. Harmonie und Geselligkeit lagen ihm sehr am Herzen. Er war bis zu seinem Tod immer sehr aktiv, sei es bei unseren Versammlungen oder den Treffen der Kutschergarde. Mit über 90 Jahren hat er noch am Wagenbau teilgenommen. Möglicherweise kommen seine von ihm, vor etwa 25 Jahren gefertigten Holzräder für eine Postkutsche, demnächst wieder zum Einsatz.
Selbst in den letzten Jahren ließ er es sich nicht nehmen, bei unseren Sitzungen die Eingangskontrolle mit zu übernehmen oder beim Karnevalszug dabei zu sein. Von seinem Sohn Helmut haben wir Rudolfs Uniformen erhalten. Hierfür danken wir ganz herzlich.
Es ist uns eine Verpflichtung und auch Selbstverständlichkeit, sein Postalia-Lebenswerk in Ehren zu halten und fortzusetzen.
Heinz Schäfer